Der Bau der künftigen elektrischen Fähre von Concarneau ist mit der Montage des ersten Schwimmkörpers in den Werkstätten von MerConcept in die industrielle Phase eingetreten. Dieses öffentliche Verkehrsschiff, das voraussichtlich im November 2026 in Betrieb genommen wird, soll die Fährverbindung ersetzen, die jährlich fast 300.000 Überfahrten zwischen den beiden Ufern des Hafens von Concarneau auf einer Strecke von nur 120 Metern absolviert.
Über diesen lokalen Markt hinaus markiert dieses Programm einen neuen Meilenstein in der Diversifizierungsstrategie von MerConcept, das sich seit jeher auf das Engineering im Hochseesegeln spezialisiert hat.
Ein Gemeinschaftsprojekt, das von mehreren bretonischen Unternehmen getragen wird
Die Stadt Concarneau hat die Projektleitung und die Umsetzung des Vorhabens einer Arbeitsgemeinschaft aus mehreren spezialisierten Unternehmen übertragen. MerConcept leitet die Gesamtplanung und den Bau der Verbundwerkstoffplattform gemeinsam mit CT Mer Forte für den Schiffsbau, Alternatives Énergies für die Integration des Elektroantriebs und Kairos für das Ökodesign und die Umweltüberwachung.

Mit der Herstellung des ersten Schwimmers wurde IDB Marine beauftragt, ein weiteres renommiertes Unternehmen der bretonischen Schifffahrtsbranche.
Ein auf die Betriebskosten ausgerichtetes Konzept
Die künftige Fähre hat eine Länge von 11,90 m und eine Breite von 4,20 m und kann bis zu 45 Fahrgäste, zwei Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie acht Fahrräder befördern. Das Schiff wird von zwei 27-kW-Elektromotoren angetrieben. Seine Höchstgeschwindigkeit wird 8 Knoten betragen, was für diese sehr kurze Strecke angemessen ist.

Die Konstruktion wurde so konzipiert, dass der Energieverbrauch durch ein geringes Gewicht, einen optimierten Rumpf zur Verringerung des hydrodynamischen Widerstands und die Verwendung von Verbundwerkstoffen mit lokal produzierten Flachsfasern minimiert wird. Solarzellen werden ebenfalls zur Stromversorgung der Bordausrüstung beitragen.
Neben der Reduzierung der Emissionen zielt dieser Ansatz auch darauf ab, die Betriebs- und Wartungskosten über die gesamte Lebensdauer des Schiffes hinweg unter Kontrolle zu halten.
Ein Demonstrationsprojekt für die Mobilität der Zukunft auf See
Für MerConcept ist diese Elektrofähre mehr als nur ein einfaches Dienstschiff. Das Unternehmen möchte dieses Projekt als Demonstrationsmodell für Kommunen, Hafenbetreiber und öffentliche Verkehrsunternehmen nutzen.

Das Konzept soll auf weitere Küstenverbindungen, Inselverbindungen und Hafenüberfahrten, aber auch auf Seen, Flüsse oder Gewässer mit geringem Tiefgang ausgeweitet werden.
Diese Ausrichtung unterstreicht das Bestreben des Unternehmens, die im Hochseesegeln erworbenen Kompetenzen zugunsten neuer beruflicher Märkte zu nutzen.
Der Technologietransfer aus dem Hochseesegeln
MerConcept verfolgt seit mehreren Jahren eine Strategie des Technologietransfers. Die an Renn-Mehrrumpfbooten durchgeführten Arbeiten fließen nun in die Entwicklung energieeffizienterer Arbeitsschiffe ein. Das Unternehmen arbeitet insbesondere an Tragflügelkatamaranen für den schnellen Personentransport. Laut MerConcept ermöglicht diese Technologie eine Senkung des Energieverbrauchs um bis zu 40 % im Vergleich zu einem herkömmlichen Rumpf und verbessert gleichzeitig den Komfort durch geringere Vibrationen und Geräusche.
Gleichzeitig beteiligt sich das Unternehmen an der Entwicklung des Fracht-Trimarans ?VELA?, der für Ende 2026 erwartet wird. Dieses Programm stützt sich auf die Kompetenzen von MerConcept in den Bereichen Schiffsbau, Wetterrouting, Segelsysteme und Optimierung der Energieeffizienz.
Mit diesen verschiedenen Projekten baut das Unternehmen schrittweise ein umfassendes Angebot für den CO?-armen Seeverkehr auf, das von Schiffen des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zu segelbetriebenen Frachtschiffen reicht.

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