Nachhaltige Schifffahrt, Rückblick auf die erste Ausgabe von Nice Boating Tomorrow

Erfolgreiche Premiere für Nice Boating Tomorrow
Erfolgreiche Premiere für Nice Boating Tomorrow © Loïc Chevalier

Im Hafen von Nizza fand ein neues Treffen statt, das dem nachhaltigen Bootssport gewidmet war. Vier Tage lang tauschten sich Fachleute und Besucher über die Nutzung und die Technologien aus. Die erste Veranstaltung legte den Grundstein für ein Event, das sich noch im Aufbau befindet.

Die vom 19. bis 22. März 2026 auf dem Quai Infernet in Nizza veranstaltete Nice Boating Tomorrow brachte einen Teil der Akteure des Wassersports zu einem gemeinsamen Thema zusammen, nämlich der Entwicklung der Praktiken und der Motorisierungen.

Eine Messe, die sich auf die Nutzung und das Testen auf See konzentriert

Das Dispositiv beruhte auf etwa 30 Einheiten, die auf dem Wasser präsentiert wurden, mit der Möglichkeit von Probefahrten auf See. Dieser Punkt bleibt für diese Art von Veranstaltung strukturierend. Das Testen eines Bootes ermöglicht es, das Verhalten, den Antrieb und die Ergonomie konkret zu beurteilen. Bei Elektro- oder Hybridantrieben ist dies oft das einzige Mittel, um die Einschränkungen der Reichweite und des Aufladens zu verstehen.

Die rund 80 Aussteller boten ein breites Spektrum an Profilen, darunter Werften, Ausrüster, Start-ups und Dienstleistungsunternehmen. Fast 40% der Aussteller kamen aus dem Ausland, vor allem aus Nord- und Südeuropa.

Eine starke Ausrichtung auf alternative Antriebe

Die meisten der vorgestellten Lösungen betrafen die Reduzierung von Emissionen, mit Elektro-, Hybrid- oder solarbetriebenen Booten. Diese Technologien eignen sich für bestimmte Zwecke: Küstenschifffahrt, Tagesausflüge, Hafenaktivitäten. Für Hochseesegeln ist die Reichweite begrenzt.

Für Freizeitkapitäne ist es eine praktische Frage, wie weit sie fahren können, welche Ladeinfrastruktur es gibt und wie hoch die Betriebskosten sind. Für Gewerbetreibende ist es auch ein regulatorisches Thema, da die Fahrgebiete immer mehr eingeschränkt werden.

Mehr Fach- als Publikumsbesucher

Die Besucherzahlen erwiesen sich als stärker auf ein Fachpublikum ausgerichtet. Vor allem am Donnerstag, dem 19. März, und Freitag, dem 20. März 2026, dominierte der B2B-Austausch. Besucher aus rund 20 Ländern waren anwesend, mit Profilen von Reedern, Händlern, Gebietskörperschaften oder Hafenmanagern.

Diese Positionierung verleiht der Messe die Funktion einer Plattform für den Austausch. Sie schränkt jedoch die Wirkung bei der breiten Öffentlichkeit ein, die bei dieser ersten Ausgabe noch wenig vertreten war.

Ein technisches Forum zur Strukturierung des Austauschs

Parallel dazu fand ein Forum statt, an dem 48 internationale Redner teilnahmen. Die Diskussionen drehten sich um die Energiewende, die Hafeninfrastruktur und die sich verändernden Nutzungsgewohnheiten.

Vertreten waren maritime Institutionen, Cluster und die Industrie. Diese Art von Format ermöglicht den Austausch von Erfahrungsberichten, insbesondere über die derzeitigen Grenzen der Technologien.

Für Fachleute bietet dieser Austausch konkrete Elemente, Normen, technische Einschränkungen, Rückmeldungen aus dem Betrieb.

Nizza, ein erstklassiger Standort

Die Wahl von Nizza bietet logistische Vorteile. Internationaler Zugang, geschützte Wasserfläche und die Nähe einer mit dem Wassersport verbundenen Wirtschaftsstruktur. Doch der Zeitplan wirkte sich auf die Besucherzahlen aus, da im selben Zeitraum die zweite Runde der Kommunalwahlen stattfand. Die Organisatoren haben bereits zwei weitere Ausgaben geplant. Die Herausforderung wird darin bestehen, die Positionierung zwischen einer Fachmesse und einer Veranstaltung für Bootsfahrer anzupassen.

Alles in allem setzt diese erste Ausgabe einen Rahmen. Es bleibt abzuwarten, ob das Treffen seinen Platz in einem bereits dichten nautischen Kalender finden wird.