In Nizza versammelt die Messe Nice Boating Tomorrow ein Angebot rund um neue Antriebe und aufkommende Nutzungen im Wassersport, mit Einheiten, die sowohl auf dem Wasser als auch an Land präsentiert werden.
Eine weitgehend auf Elektro- und Solarenergie umgestellte Flotte
Die ausgestellten Boote spiegeln einen deutlichen Trend hin zu elektrischen Antrieben wider. Mehrere Werften präsentieren Einheiten, die von Anfang an für diese Energieträger konzipiert wurden.

Dies gilt für die Katamarane von Fountaine Pajot, Bali und Leopard Catamarans, die mit einem elektrischen Hybridsystem ausgestattet sind. Bei den Einrumpfbooten zeigt Dufour ein 48-Fuß-Boot mit Hybridantrieb, eine Positionierung, die in diesem Segment noch nicht weit verbreitet ist.

100 % elektrische Boote ergänzen das Angebot, darunter Naviwatt, Lasai und Pioner. In kompakteren Formaten bieten E-Sole Boat und Elvene solarbetriebene Boote an, die für den Einsatz an der Küste oder auf Flüssen geeignet sind.

Das Segment der Passagierschiffe ist auch mit Day One Catamaran vertreten, das Plattformen entwickelt, die für den Seeverkehr geeignet sind und Betriebs- und Energieeffizienzauflagen integrieren.
Foils, Wasserstoff und neue Rumpfarchitekturen
Einige der vorgestellten Einheiten erforschen spezifischere Architekturen. Boote mit Foils, wie die von Ocean Owl oder Moby Fly entwickelten, zielen auf eine Verringerung des Luftwiderstands und eine Verbesserung der Energieeffizienz ab.

Auch Wasserstoff taucht mit Dhammablue auf, das an Antriebslösungen arbeitet, die für diesen Energieträger geeignet sind, der sich in der Wassersportbranche noch in der Strukturierungsphase befindet.
Andere Projekte folgen hybriden oder modularen Ansätzen. Xtramarine bietet einen rekonfigurierbaren Katamaran an, während Pinball Boat Hybridplattformen entwickelt.
Diese technischen Entscheidungen spiegeln eine aktive Experimentierphase wider, in der mehrere Wege parallel erforscht werden.
Antriebe und Energiesysteme im Zentrum der Entwicklungen
Über die Boote hinaus betrifft ein großer Teil des Angebots Antriebs- und Energiemanagementsysteme.
Es gibt zahlreiche Elektromotorenhersteller wie BlueNav, Mercury Marine mit seiner Avator-Reihe oder Marine Sustainable Engines. Auch kompaktere Lösungen tauchen auf, wie der von Boatee entwickelte 1300-Watt-Elektroaußenborder.

Hybridsysteme werden von Integratoren wie Joool oder Transfluid getragen, die an der kombinierten Steuerung von Energiequellen an Bord arbeiten.
Die Energieerzeugung und -speicherung bleibt ein zentraler Punkt. Akteure wie Bluetti oder Integrel Solutions bieten eingebettete Systeme an, die die Autonomie und die Stromverteilung an Bord sichern sollen.
Die Hafeninfrastruktur folgt dieser Entwicklung mit Ladelösungen, wie sie SUV Marine Pedestal anbietet.
Materialien und Refit, eine Branche im Wandel
Die Messe stellt auch Entwicklungen bei Materialien und der Renovierung bestehender Einheiten in den Vordergrund.

Mehrere Unternehmen arbeiten an biobasierten Materialien, wie z. B. Bercella, Flexiteck oder Wolz Nautic für Decksbeläge. Kork, der von Amorim angeboten wird, passt in diese Logik der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.
Auch die Herstellung von Segeln entwickelt sich weiter, wobei All Purpose Lösungen aus biobasierten Materialien entwickelt.
Eine weitere starke Achse ist das Refit. Akteure wie Ozo Energies, Yuniboat oder 3D Refit sind an der Umrüstung von Booten auf elektrische Antriebe oder an der Modernisierung der Ausstattung beteiligt.
Nutzungen, Dienstleistungen und Umweltmanagement
Das vorgestellte Angebot geht über das Boot allein hinaus. Mehrere Lösungen betreffen die Nutzung und den Umgang mit den Auswirkungen.
Plattformen für gemeinsames Segeln wie VogAvecMoi oder Captain Fisher spiegeln die Entwicklung der Praxis wider. In Bezug auf die Umwelt bieten Iadys oder Marservis Systeme zur Sammlung von Abfall und Öl an.
Auch die Verwaltung der Häfen entwickelt sich weiter, mit digitalen Werkzeugen und Übergangslösungen, die von Atout Ports oder der CCI Côte d'Azur getragen werden.
Schließlich begleiten Strukturen wie Naval Transition oder E-NAV Systems Projekte in den Bereichen Schiffsarchitektur und Energietechnik.

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