Flussschifffahrt in Frankreich, mehr als 200 M €io. wirtschaftliche Spin-offs

Le Boat, französischer Hersteller von Flussvergnügungsbooten

Die Direction Générale des Entreprises hat gerade einen Bericht über den Flusstourismus vorgelegt. Bootsverleih, private Freizeitschiffer... Der Binnenschifffahrtssektor verfügt über ein großes wirtschaftliches Potenzial.

Umfrage zum Flusstourismus

Die Generaldirektion für Unternehmen (DGE) und die Generalkommission für territoriale Gleichheit (CGET) haben die besten internationalen Praktiken untersucht, die auf Frankreich im Bereich des Flusstourismus übertragen werden können. Nach einem sechseckigen Überblick untersuchten sie in ihrem am 13. Februar 2018 veröffentlichten Bericht, wie die Binnenschifffahrt im Ausland, etwa in Kanada oder Deutschland, funktioniert, welche technologischen und Dienstleistungsinnovationen es gibt und wie die Branche gefördert wird. Sie schätzt das Potenzial des gesamten Flusstourismussektors, von Kreuzfahrtschiffen über führerscheinfreie Boote bis hin zu Hafenvermietungen, in Frankreich auf 500 Mio. Euro pro Jahr an wirtschaftlichem Nutzen.

200 Meuros für den Jachtsport

In seinem Überblick über den Binnenschifffahrtstourismus unterscheidet der Bericht zwischen zwei Aspekten der Schifffahrt: dem Bootsverleih und der privaten Schifffahrt.

Dem Bericht zufolge erreichte die Bootsvermietung in den 2000er Jahren ihren Höhepunkt. Die Flotte, die hauptsächlich aus Booten unter 15 m besteht, ist zurückgegangen und erreichte 2012 1604 Boote. Die neuesten verfügbaren Zahlen schätzen die wirtschaftlichen Auswirkungen auf 103 Mio. Euro im Jahr 2011.

Der private Jachtsport konzentriert sich auf die Becken der Rhône-Saône, der Seine und des Südwestens. Im Jahr 2013 wurde die Flotte auf 13.500 Boote mit einer durchschnittlichen Länge von 10 m und die Abspaltungen auf 102 Mio. Euro geschätzt. Die Vermietung am Kai nach dem Prinzip von AirBnB entwickelt sich dem Bericht zufolge stark.

Tag des Flusstourismus

Um die Förderung verschiedener Standorte und ökologischer Praktiken zu unterstützen, erwägt die DGE die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur wirtschaftlichen Beobachtung des Flusstourismus. Es sollte ein nationaler Tag des Flusstourismus eingeführt werden.