Interview / 2027: Die Nauticales verlassen La Ciotat, um sich dauerhaft in Marseille niederzulassen

Franck Oliveri, der Direktor der Messe
Franck Oliveri, der Direktor der Messe © Maxime Leriche

Nach mehr als zwanzig Jahren in La Ciotat wechselt die Nauticales den Hafen. Im April 2027 geht es nach Marseille, mit einem erweiterten Umfang. Franck Oliveri, der Direktor der Messe, erläutert uns die Ambitionen dieser zukünftigen Ausgabe in der Stadt Phokéenne.

Die Messe Nauticales bereitet sich darauf vor, eine neue Seite ihrer Geschichte zu schreiben, mit einer Niederlassung in Marseille, die so konzipiert ist, dass sie ihre Entwicklung begleiten kann.

Warum haben Sie Marseille für die Ausgabe 2027 der Nauticales ausgewählt?

Une dernière édition sous le soleil de la Ciotat
Eine letzte Ausgabe unter der Sonne von La Ciotat

Der Umzug nach Marseille markiert einen Meilenstein in der Entwicklung der Messe. Nach 23 Ausgaben im Hafen von La Ciotat musste eine Etappe in der Entwicklung der Messe markiert werden. Marseille bietet heute Empfangskapazitäten, die dieser Entwicklung entsprechen, mit mehr Platz und einer angepassten Infrastruktur.

Le bassin du Mucem
Das Becken des Mucem

Die Messe wird im Bereich der Joliette und auf der Esplanade des J4 angesiedelt, wodurch sie von einem größeren Umfang profitiert. Diese Konfiguration ermöglicht es, mehr Aussteller und schwimmende Einheiten unterzubringen und gleichzeitig den Besucherverkehr zu verbessern.

Was bedeutet das neue Gewässer für die Organisation der Messe?

Die Becken des Mucem bilden einen zentralen Punkt der Messe. Sie bieten einen zusammenhängenden Rahmen für die Präsentation von Wasserfahrzeugen. Es ist eine Umgebung, die für die Besucher lesbar und für die Aussteller funktional ist.

Dieser Standort ermöglicht eine klarere Inszenierung der ausgestellten Einheiten, wobei die Bereiche je nach Verwendungszweck gekennzeichnet sind. Segelboote, Motorboote und Ausrüstungsgegenstände finden ihren Platz in einem homogenen Ensemble, das direkt mit den Bereichen an Land verbunden ist.

Wie entwickelt sich der Salon inhaltlich weiter?

Die Messe erweitert ihren Umfang, bleibt aber weiterhin auf die Freizeitschifffahrt ausgerichtet. Wir behalten eine solide Basis bei, entwickeln aber auch ergänzende Welten, insbesondere das Tauchen.

Diese Diversifizierung ermöglicht die Integration neuer, mit dem Meer verbundener Praktiken. Sie bietet den Besuchern ein umfassenderes Bild von Wassersportaktivitäten und schlägt gleichzeitig Brücken zwischen den verschiedenen Bereichen.

Welche Rolle spielt der Espace Méditerranée in dieser neuen Ausgabe?

Dies ist ein zentraler Bereich der Messe. Die Sensibilisierung für die Meeresumwelt nimmt hier einen wichtigen Platz ein. Auf 3.000 m² bietet er Experimente an, um die Meeresumwelt und ihr Gleichgewicht besser zu verstehen.

Die Einrichtung beruht auf immersiven Erfahrungen, insbesondere mithilfe von Virtual-Reality-Tools zur Erkundung des Meeresbodens. Die Tierwelt wird ebenfalls in den Vordergrund gerückt, mit pädagogischen Schwerpunkten, die es ermöglichen, sich mit oftmals unbekannten Arten auseinanderzusetzen.

Inwiefern verbessert Marseille den Empfang der Öffentlichkeit?

Der Standort ist gut erschlossen, mit einfachen Zufahrten und Parkmöglichkeiten. Dies erleichtert es den Besuchern, sowohl Geschäftsleuten als auch Freizeitsportlern, hierher zu kommen. Die Nähe zu den Verkehrsachsen und die städtische Verankerung des Standorts ermöglichen eine Ausweitung der Besucherzahlen. Die Messe ist somit in ein dynamisches Umfeld eingebettet, das in direktem Zusammenhang mit der Meeresfassade steht.

Mit dieser Ansiedlung in Marseille im April 2027 setzen die Nauticales ihre Entwicklung fort, indem sie sich auf einen Standort stützen, der ihre Ambitionen unterstützen kann und gleichzeitig mit der Welt der Freizeitschifffahrt verbunden bleibt.

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