Nach der Bénéteau-Gruppe kehrt Carla Demaria in San Lorenzo zurück

Carla Demaria mit Massimo Perotti und Ferruccio Rossi

Nachdem sie Monte Carlo Yachts nach einer Krise mit dem Management der Bénéteau-Gruppe verlassen hatte, tritt die ehemalige CEO Carla Demaria in die dynamische italienische Werft San Lorenzo ein. Externes Wachstum, neue Schiffslinien und Innovation stehen auf dem Programm des neuen Managers.

Carla Demaria übernimmt die Leitung der Marke San Lorenzo Blue Game

Nach dem Ausscheiden aus der Werft Monte Carlo Yachts im Herbst 2018, die sie 2008 mit der Bénéteau-Gruppe gegründet hatte, war die Zukunft von Carla Demaria nach Auseinandersetzungen mit ihrer Muttergesellschaft Gegenstand von Gerüchten gewesen. Schließlich bestätigte sie der Presse, dass sie sich der italienischen Gruppe San Lorenzo angeschlossen hatte, ohne weitere Einzelheiten mitzuteilen. Die Ankündigung der italienischen Schwerlaststrategie für den Yachtbau am 5. Februar 2019 war eine Gelegenheit, mehr zu erfahren. Carla Demaria wurde offiziell zur CEO der 2018 erworbenen Bluegame Werft ernannt.

Entwicklung einer Gruppe mit hohen Ambitionen in der Yachtindustrie

In den letzten Jahren hat sich San Lorenzo zu einem wichtigen Akteur im italienischen und internationalen Segelsport entwickelt. Ihr Präsident Massimo Perotti, der in der Krise die an ausländische Fonds verkauften Aktien zurückkaufen konnte, erklärte sich bereit, die Expansion der Gruppe fortzusetzen. Für 2019 wird ein Wachstum von mehr als 20% angestrebt, nachdem 2018 eine Umsatzsteigerung von 27% erzielt wurde.

Wachstum muss durch externe Akquisitionen und interne Entwicklung erreicht werden. Bluegame war der erste Schritt, indem es sich für kleinere Boote öffnete, einer Diversifizierung, die weitergehen sollte. Eine Open Coupé-Reihe wird angekündigt. Es sollte ein Team ernannt werden, das für die Überwachung von Innovationen in Sektoren außerhalb des nautischen Sektors zuständig ist.

Carla Demaria ist neben ihrer Position als Leiterin von Bluegame auch für die "Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten" zuständig. Die Zukunft wird zeigen, ob ein neuer nautischer Akteur im gesamten Motorbootbereich auftaucht oder ob der Konzern im Luxussegment bleibt.

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