Antal Group und Ropeye, eine Allianz in Regatta- und Hochseerennsport-Zubehör

Die Branche der Rennsportbeschläge setzt ihre Neuformierung fort. Die italienische Antal Group kündigt eine Zusammenarbeit mit Ropeye an, einem Spezialisten für Textil- und Verbundstoffkomponenten. Die Allianz zielt in erster Linie auf Rennsportprojekte, insbesondere IMOCA und Class40.

Im Bereich der Hochleistungsbeschläge werden die Grenzen zwischen Textilien, Verbundstoffen und Metall immer dünner. Die Antal Group, ein italienischer Hersteller von Decksbeschlägen, hat eine technische Zusammenarbeit mit Ropeye vereinbart, einem Hersteller, der für seine Lösungen aus Verbundwerkstoffen und Textilien bekannt ist. Das erklärte Ziel ist klar: ein stärker integriertes Angebot für gezielte Projekte, vor allem im Bereich des Rennsports.

Ein leistungs- und projektorientiertes Bündnis

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, ein gemeinsames Angebot für bestimmte Programme zu schaffen, mit einem globalen Ansatz, der Winschen, Schienen, Blocker, textile Verankerungspunkte und Verbundstoffkomponenten integriert. Diese Logik entspricht den Anforderungen moderner Racing-Projekte, bei denen Gewichtseinsparung, Lastoptimierung und strukturelle Integration entscheidend sind.

Ropeye wurde 2012 gegründet und hat sich als Zulieferer für zahlreiche IMOCA-60-Programme etabliert. Seine Textilkomponenten und Verbundstoffendungen werden in Umgebungen eingesetzt, in denen jedes Gramm und jeder Belastungspunkt zählt. Das Unternehmen hat eine Produktionsstätte in Tallinn, während sich der Hauptsitz zwischen Padua und Mailand befindet.

Antal, ein Aufschwung im Rennsegment

Antal wurde 1977 von Gastone Carraro gegründet und war lange Zeit als Hersteller von kompletten Ausrüstungsgegenständen für die Freizeitschifffahrt vom Kreuzer bis zur Superyacht bekannt. In den letzten Jahren hat die Marke ihre Präsenz im Rennsport verstärkt, mit einer bemerkenswerten Etablierung in der Class40.

Die Vereinbarung findet vor dem Hintergrund einer strategischen Expansion der Gruppe statt. Nach einer Geschäftspartnerschaft mit Karver, die sich auf die gegenseitige Erweiterung der Kataloge und die gemeinsame Nutzung von Kundenportfolios konzentrierte, und der Übernahme von XPO, um die Präsenz auf dem französischen Markt zu konsolidieren, vervollständigt die Zusammenarbeit mit Ropeye das Dispositiv auf der technischen Ebene.

Textil- und Verbundwerkstoffe, ein Strukturwandel

Die Entwicklung von Decksarchitekturen und Takelagen veranlasst die Hersteller, mehr Textil- und Verbundstofflösungen zu integrieren. Diese Elemente ersetzen nach und nach einige traditionelle Metallteile.

Für Antal bedeutet die Integration der Expertise von Ropeye eine Erweiterung der technischen Palette bei komplexen Projekten. Die Kombination aus mechanischen Beschlägen und textilen Lösungen eröffnet den Weg zu leichteren und modulareren Konfigurationen, die den Anforderungen moderner Rennyachten gerecht werden.

Geografische und industrielle Nähe

Beide Unternehmen teilen sich eine Verankerung in Venetien, in der Umgebung von Padua. Diese Nähe erleichtert den technischen Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Projekte. Laut Enrico Gomiero für Antal ist diese Zusammenarbeit Teil einer internationalen Wachstumsdynamik, die von Materialinnovationen und der schnellen Entwicklung der technologischen Standards im Segelsport getragen wird.

Giovanni Licursi von Ropeye betont, dass sich die beiden Unternehmen in der Industrie ergänzen und eine gemeinsame Vision haben, die sich auf Forschung und Leistung konzentriert, insbesondere im Rennsport.

Eine Strategie der schrittweisen Integration

Diese Allianz entspricht nicht einer kapitalistischen Fusion, sondern einer gezielten technischen Zusammenarbeit. Sie spiegelt jedoch einen grundlegenden Trend in der Bootsindustrie wider: die Suche nach integrierten Angeboten, die den steigenden Anforderungen von Architekten und technischen Teams gerecht werden können.