Die Ausbildung im bewohnbaren Segeln beginnt oft mit einer grundlegenden Entscheidung, nämlich der für ein Boot. In Plestin les Grèves an der bretonischen Nordküste tritt das Projekt BordeTaVoile mit dem Baubeginn eines 9 m langen Segelschulschiffs aus Aluminium, das von Anfang an für das Erlernen von Küstentörns gedacht war, in seine konkrete Phase ein.
Ein Segelschulschiff, das für anspruchsvolle Gewässer konzipiert wurde
Das künftige Segelboot BordeTaVoile wurde von ?uvres Vives Architecture Navale mit einem klaren Lastenheft entworfen. Es soll eine bewohnbare, robuste und tolerante Einheit sein, die das ganze Jahr über zwischen der Bucht von Morlaix und der Bucht von Lannion verkehren kann.

Dieses von Strömungen, Steinen und wechselhaftem Wetter geprägte Gewässer erfordert ein gesundes, berechenbares Boot, das wiederholte Manöver aushalten kann. Das Segelboot ist nicht auf reine Leistung ausgelegt, sondern auf Vermittlung, Fortschritt und Sicherheit - wesentliche Kriterien in einem pädagogischen Rahmen.
Die Wahl von Aluminium für eine lange Lebensdauer
Das gewählte Material strukturiert das gesamte Projekt. Der Rumpf besteht aus Aluminium, eine bewusste Entscheidung für ein Boot, das häufig mit verschiedenen Besatzungen und manchmal auch mit Anfängern gesegelt werden soll. Aluminium bietet eine hohe Stoßfestigkeit, eine Toleranz gegenüber leichten Strandungen und eine einfache Handhabung auf lange Sicht.
Die verwendeten Bleche bestehen zu 70 % aus recyceltem Aluminium. Sie wurden von Dünkirchen aus transportiert, in Sizun mit dem Laser zugeschnitten, bevor sie bei Bord à Bord, der mit der Montage beauftragten Werft in Plestin les Grèves, eintrafen. Eine kurze, lokale Fertigungskette, die mit dem Geist des Projekts übereinstimmt.
Ein Boot, das als pädagogisches Werkzeug gedacht ist
Mit seinen 9 Metern bietet das Segelboot ausreichend Platz für Ausbildungsmannschaften und ist gleichzeitig auch mit kleineren Mannschaften manövrierfähig. Das angekündigte Programm umfasst die Einführung in das bewohnbare Segeln, die Perfektionierung bis hin zu den ersten Fahrten auf einer Küstenregatta.
Das Ziel besteht nicht nur darin, das Steuern oder das Trimmen von Segeln zu lernen, sondern die Grundlagen für ein selbstständiges Leben auf See zu vermitteln. Vorbereitung des Bootes, Hafenmanöver, Lesen des Wetters, Navigation ohne Motor, Verwaltung der Mannschaft und des Rhythmus an Bord. Das Boot wird zu einem globalen Lernmedium, das der Realität des Freizeitseglers so nahe wie möglich kommt.
Lokales Bauen im Zentrum des Projekts
Der gesamte Bau des Segelboots findet in der Bretagne statt, bei Bord à Bord in Plestin les Grèves. Nach mehreren Monaten der Planung werden nun die ersten Aluminiumteile zusammengebaut, was den sichtbaren Beginn der Werft markiert.

Das Projekt sieht vor, dass die Werft für Besichtigungen geöffnet wird, sodass man den Baufortschritt vor dem Stapellauf verfolgen kann. Eine Möglichkeit, den Prozess nachvollziehbar zu machen, aber auch konkret zu zeigen, was die Entstehung eines Bootes bedeutet, von den ersten Blechen bis zum segelfertigen Segelboot.
Ein Boot im Dienste einer Schule für bewohnbare Segelboote
BordeTaVoile positioniert sich als Küstensegelschule, die für alle offen ist, mit kurzen Formaten, halben Tagen, Abenden und Kursen, die an die aktuellen Zeitvorgaben angepasst sind. Das Segelboot ist so konzipiert, dass es auch Segler ohne Boot aufnehmen kann, die mit der Familie, Freunden oder allein unterwegs sind.
Die Initiative umfasst auch eine soziale Dimension, da sie Segeltörns anbieten möchte, die für sozialmedizinische Einrichtungen zugänglich sind. Eine Crowdfunding-Kampagne ist angekündigt, um die Sicherheitsausrüstung zu vervollständigen und mit einer lokalen Segelmacherei zusammenzuarbeiten.

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