Segelmacherei und Sattlerei: Die Ateliers de l'Enfer ändern ihren Kurs für den Schulanfang 2025

© Ateliers de l'Enfer

In Douarnenez schlagen die Ateliers de l'Enfer eine neue Seite in ihrer Geschichte auf. Zwei Berufstitel ersetzen die alten Zeugnisse. Und zum ersten Mal in Frankreich wird eine duale Ausbildung zum Segelmacher eingeführt.

Ab September 2025 entwickeln die Ateliers de l'Enfer ihr Ausbildungsangebot in den Berufen der Segelmacherei und der nautischen Sattlerei grundlegend weiter. Zwei anerkannte Berufstitel ersetzen die bisherigen CQP-Zertifikate, und es wird nun eine duale Ausbildung im Bereich Segelmacherei angeboten. Diese Entwicklung entspricht sowohl den Bedürfnissen der Praxis als auch den Erwartungen der Jugendlichen, die einen handwerklichen Beruf im Wassersport erlernen möchten.

Ende der CQPs: Auf dem Weg zu einer nationalen Anerkennung von Kompetenzen

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Die Ausbildungen "Segelmacher" und "Nautischer Sattler", die historisch gesehen mit Berufsqualifikationszertifikaten (CQP) abgeschlossen wurden, werden nun durch zwei neue Berufsabschlüsse auf Niveau IV ersetzt, die im nationalen Verzeichnis der Berufsqualifikationen eingetragen sind:

  • Techniker Segelboot (RNCP40679)
  • Techniker für nautische Sattlerei (RNCP40680)
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Diese Entwicklung ermöglicht eine nationale Anerkennung der erworbenen Kompetenzen, die Anrechenbarkeit auf das Persönliche Fortbildungskonto (CPF) und eine bessere Bewertung des Werdegangs bei den Arbeitgebern. Für die Praktikanten erleichtern diese Titel die Übergänge zwischen Regionen und Berufen. Für die Berufstätigen bringen sie eine bessere Lesbarkeit der Profile mit sich.

Pädagogische Inhalte, die auf aktuelle Herausforderungen zugeschnitten sind

Die Lehrpläne wurden überarbeitet, um moderne Materialien und spezielle Reparaturtechniken zu integrieren. Über die Änderung der Zertifizierung hinaus wurden die Inhalte vollständig überarbeitet, um den Realitäten des Berufs gerecht zu werden. Die Ausbildung zum Segelmacher umfasst nun vertiefende Module zur Maschinentechnologie, zu traditionellen und Verbundmaterialien, zu Reparaturen an technischen Segeln (Membranen, klassische Segel, Kite, Windsurfing) sowie eine Einführung in die Sattlerei.

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Ein wichtiger Platz wird auch der nautischen Kultur und den Kenntnissen der Berufsbranche eingeräumt, die unerlässlich sind, um die Erwartungen der Kunden und der Werften besser zu verstehen.

Eine in Frankreich neuartige duale Ausbildung

Es ist eine nationale Premiere: Die Ausbildung zum Segelschiffstechniker kann in Douarnenez im dualen System absolviert werden. Die Ausbildung ermöglicht es jungen Menschen, mehr als 70 % ihrer Zeit in einem Unternehmen zu verbringen und gleichzeitig technische Kurse im Ausbildungszentrum zu besuchen.

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Dieses Format verstärkt den Erwerb konkreter Kompetenzen vor Ort. Für die Unternehmen ist es ein Hebel zur Weitergabe von Know-how, wobei sie gleichzeitig von Einstellungsbeihilfen profitieren. Für die Auszubildenden ist es ein direkter Weg in die Beschäftigung.

Ein strategischer Wendepunkt für die Ateliers de l'Enfer

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Seit ihrer Fusion mit dem Institut Nautique de Bretagne (INB) im Jahr 2024 profitieren die Ateliers de l'Enfer von einem erweiterten Netzwerk und einer verstärkten logistischen Unterstützung. Diese Annäherung ermöglicht es, die pädagogischen Ressourcen gemeinsam zu nutzen und gleichzeitig die handwerkliche und lokale Identität der Ausbildungen zu bewahren.

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Dieser neue Schwung ist Teil einer Logik zur Strukturierung des Sektors mit dem erklärten Ziel, Fachleute auszubilden, die sofort nach dem Verlassen des Zentrums einsatzbereit sind.

Letzte Tage für die Bewerbung für den Schulbeginn 2025

Anmeldungen sind noch möglich, sowohl für Jugendliche als auch für Unternehmen. Es sind noch einige Plätze frei, um im Herbst 2025 in die Ausbildung einzusteigen. Bewerbungen können online auf der offiziellen Website der Ateliers de l'Enfer eingereicht werden. Segelmachereien, die einen Auszubildenden aufnehmen möchten, können sich telefonisch mit der Einrichtung in Verbindung setzen. Für den Sektor ist dies eine konkrete Möglichkeit, die Ausbildung zukünftiger Handwerker im Wassersport zu stärken.

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